Оливер Рольф Кан

ernannt. Kahn wurde in der 75. Minute ausgewechselt und das Spiel wurde kurzzeitig unterbrochen, um Kahn zu verabschieden. Das Spiel endete 1:1.

Erstmals in die Nationalelf berufen wurde Kahn im Herbst 1993, ohne jedoch zum Einsatz zu kommen. An der Fußball-Weltmeisterschaft 1994in den USA nahm er als dritter Torwart teil.

Sein Debüt im DFB-Team gab Kahn am 23. Juni 1995 beim 2:1-Erfolg in Bern gegen die Schweiz. 1996 wurde er als Reservetorwart hinterAndreas Köpke Europameister in England. Als zweiter Torwart nahm er außerdem an der folgenden Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich teil. Als Köpke nach dem Turnier aus der Nationalmannschaft zurücktrat, stieg Kahn zum Stammtorwart auf. Am 26. Januar 2002 übernahm er außerdem das Amt des Kapitäns der Deutschen Nationalmannschaft von Oliver Bierhoff.

Auch in der Nationalmannschaft konnte Kahn Erfolge verbuchen, beispielsweise bei seinem Auftritt zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 inJapan und Südkorea, wo er durch seine Leistung maßgeblich zum Erreichen des Finales beitrug und für seine Leistungen mit dem Goldenen Ball als bester WM-Spieler ausgezeichnet wurde. Im Endspiel allerdings wehrte er einen Schuss von Rivaldo, der nach einem nicht geahndeten Foulspiel am deutschen Team frei zum Schuss kam, unglücklich vor die Füße Ronaldos ab, welcher nur noch zum 1:0 einschieben musste. Im August 2004 wurde Kahns Mannschaftskollege Michael Ballack vom FC Bayern München neuer Kapitän der Nationalmannschaft.

Im Vorfeld der WM 2006 konkurrierte Kahn mit Jens Lehmann um den Posten des Stammkeepers

Im Vorfeld hatte Bundestrainer Jürgen Klinsmann seit August 2004 bewusst darauf verzichtet, eine klare Nummer 1 zu benennen. Die Folge war, dass sich die beiden Torhüter über eineinhalb Jahre ein bislang einzigartiges Fernduell um die Nummer 1 im deutschen Tor lieferten, was in den deutschen Medien eine wahre Hysterie nach sich zog.

Am 7. April 2006 wurde der seit dem Amtsantritt Klinsmanns als Trainer der Nationalmannschaft schwelende Konkurrenzkampf mit Lehmann um die Position des Stammtorhüters zugunsten Lehmanns entschieden. Am 10. April 2006 gab Kahn auf einer Pressekonferenz bekannt, dass er bei der WM 2006 als zweiter Torhüter zur Verfügung steht. Seinen Rücktritt aus der Nationalelf gab Kahn am 8. Juli 2006 im Anschluss an das Spiel um Platz 3 bei der Fußball-WM 2006 bekannt, nachdem er mit dem 3:1-Sieg des deutschen Teams einen letzten sportlichen Höhepunkt im Nationaltrikot feierte.

Kahn zeigte sich als wahrer Sportsmann, als er seinen Torhüterkollegen (und Rivalen in der Nationalmannschaft) Lehmann vor dem Elfmeterschießen gegen Argentinien moralisch unterstützte, obwohl sich die beiden deutschen Torhüter sonst eigentlich aus dem Weg gingen. Torwart-Trainer Andreas Köpke meinte später dazu (Zitat): „Kahn gab keine Tipps, es war mehr ein Anfeuern“. Und die Geste habe ihn tief beeindruckt: „Das war absolut ehrlich, absolute Größe. Das war für mich mit die Szene des Turniers. “ Als Lehmann in die Kabine flüchtete, umarmten sich die Rivalen um die „Nummer 1“ sogar noch einmal kurz. Nach dem Rücktritt von Kahn blieb Lehmann bis zum Finale der Europameisterschaft 2008 die Nummer 1 im Tor der Nationalelf.

Kahn ist der Torwart, der am häufigsten, nämlich 49 Mal, die Mannschaft als Spielführer aufs Feld führte.

Im Mai 2004 veröffentlichte Kahn seine Autobiografie Nummer eins. Im Mai 2008

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