Руді Волер

1983Italienischer Pokalsieger 1991Torschützenkönig der Bundesliga 1983Torschützenkönig der 2. Bundesliga 1982

Fußballtrainer und -manager

Am 2. Juli 2000, kurz nach der EM, bei der die deutsche Nationalelf unter Erich Ribbeck als Titelverteidiger schon in der Vorrunde als Gruppenletzter ausgeschieden war, wurde Völler Teamchef der DFB-Auswahl.

Ursprünglich sollte Völler den Posten ein Jahr lang (bis 2001) innehaben, bis Christoph Daums Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen auslief und dieser den Posten übernehmen konnte. Als Daum wegen nachgewiesenen Drogenkonsums nicht mehr für das Amt des Bundestrainers berücksichtigt wurde, wurde Völler unbefristet eingestellt. Für knapp einen Monat war er im Herbst 2000 nach der Entlassung von Christoph Daum gleichzeitig Interimstrainer bei Bayer 04 Leverkusen.

Seinen größten Erfolg erzielte Völler im Jahr 2002. Entgegen vielen Prognosen von Experten, die ein frühes Aus prophezeit hatten, schaffte er mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2002 in Südkorea und Japan den Sprung ins Finale. Deutschland unterlag gegen Brasilien mit 0:2.

Für Schlagzeilen sorgte Völler am 6. September 2003: Nach einem enttäuschenden 0:0 der deutschen Nationalelf in einem EM-Qualifikationsspiel auf Island gegen die Brasilianer des Nordatlantik (Zitat Gerhard Delling) äußerte er in einem Live-Interview mit ARD-Moderator Waldemar Hartmann seinen Unmut, nachdem er zur schlechten Leistung seiner Mannschaft befragt wurde. Er attackierte vor laufender Kamera insbesondere die Kommentatoren Gerhard Delling und Günter Netzer wegen ihrer seiner Meinung nach unsachgemäßen und negativen Berichterstattung. Hartmann, der dies nicht gelten lassen wollte, wurde deswegen vom deutschen Teamchef ebenfalls zurecht gewiesen. Völler entschuldigte sich später öffentlich für seine Wortwahl, hielt aber an seiner grundsätzlichen Kritik einer desavouierenden Berichterstattung fest.

Nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei der EM 2004 bereits in der Vorrunde ausschied, erklärte Völler am 24. Juni 2004 seinen Rücktritt als Teamchef der deutschen Nationalelf.

Am 30. August 2004 wurde Völler neuer Teamchef beim italienischen Fußballverein AS Rom. Bereits am 25

September 2004 trat er wegen der ausbleibenden sportlichen Erfolge wieder zurück.

Seit dem 18. Januar 2005 fungiert Völler erneut als Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen. Am 16. September 2005 wurde er als Nachfolger von Klaus Augenthaler Übergangstrainer für drei Bundesligaspiele. Am 9. Oktober 2005 gab er das Traineramt an Michael Skibbe ab und arbeitet seitdem wieder als Sportdirektor.

Rudi Völler ist seit 1995 in zweiter Ehe mit der Italienerin Sabrina verheiratet. Aus dieser Beziehung hat er zwei Söhne, sowie einen weiteren Sohn und eine Tochter aus erster Ehe. Er wohnt in Düsseldorf. [2] Sein Sohn Marco Völler spielt in der 2. Basketball-Bundesliga für den TV 1862 Langen[3].

Auszeichnungen 

Während seiner aktiven Zeit bei Werder Bremen wurde Völler in den Jahren 1982 und 1986 als Bremer Sportler des Jahres geehrt.

Im August 2002 erhielt er auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtsstadt Hanau. Im selben Jahr erhielt er einen Bambi.

Nach dem Erreichen der Vizeweltmeisterschaft als Trainer hat er das Bundesverdienstkreuz erhalten.

2006 ist Rudi Völler mit dem Bronzenen Löwen des Vereins „Leverkusen - ein starkes Stück Rheinland“ ausgezeichnet worden. Mit diesem erstmals vergebenen Preis wollten die Initiatoren Völlers Leistungen für das Ansehen der Stadt im In- und Ausland würdigen.

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